Alternative Therapie

Unterstützung für den Therapieerfolg







Hyaluronsäure



Arthrose ist eine Erkrankung, welche mit dem Verschleiß, d.h. mit dem Abbau von Knorpelgewebe, in einem oder mehreren Gelenken, einhergeht. Wird einmal ein Knorpelschaden festgestellt, so schreitet der Verschleiß immer weiter fort. Dabei treten wechselnde Schmerzen im betroffenen Gelenk auf. Diesen fortschreitenden Prozess kann man mit der Gabe von Hyaluronsäure verlangsamen. Es gilt, den Schmerz zu reduzieren und dadurch eine verbesserte Lebensqualität zu erreichen.

Hyaluronsäure ist im gesamten Körper vorhanden und ist Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit. Sie wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen. Durch ihre besonderen Eigenschaften ist sie wichtiger Bestandteil der Knorpelernährung. Dadurch wirkt sie positiv auf von außen einwirkende mechanische Kräfte.

Hyaluronsäure wird in Form unterschiedlicher Präparate in das geschädigte Gelenk gespritzt, um direkt vor Ort zu wirken. Sie ernährt den Knorpel, schmiert das Gelenk und kann dadurch als Stoßdämpfer wirken (Viscosupplementation).

Derzeit verfügbare Hyaluronsäuren unterscheiden sich im Aufbau, durch ihr Molekulargewicht und somit in der Anzahl der notwendigen Injektionen.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten nicht. Diesen Patienten steht die Therapieform als Wunsch- oder Individuelle Gesundheits-Leistung (IGeL) zur Verfügung.

Von den privaten Krankenkassen wird diese Leistung in der Regel übernommen. Im Einzelfall empfiehlt es sich im Vorfeld, den persönlichen Kontakt mit der Krankenkasse zu suchen.

Stoßwellentherapie



Was sind eigentlich Stoßwellen?

Physikalisch betrachtet sind Stoßwellen nichts anderes, als besonders kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie. Da die Stoßwellen von außen in den Körper einwirken, wird die Therapie mit Stoßwellen als "Extracorporale Stoßwellentherapie" (ESWT) bezeichnet.



Wo kann die Stoßwellentherapie helfen?

Heute gelten folgende Erkrankungen des Bewegungsapparates als wissenschaftlich nachweisbar geeignet, für die Therapie mit der Stoßwellentherapie.

  • Tendinosis calcarea
    Unter einer Tendinosis calcarea versteht man die Einlagerung von Kalkherden in eine Sehne, die zu Schmerzen führt.
  • Tennisellenbogen oder Mausellenbogen
    Eine häufige, oft chronisch verlaufende, sehr schmerzhafte Knochenhautreizung am Ellenbogen.
  • Fersensporn und Plantarfasziitis
    Dies bezeichnet eine Sehnenansatzentzündung unter dem Fersenbein, welche mit einem knöchernen Sporn vergesellschaftet sein kann.
  • Achillodynie
    Ein schmerzhafter entzündlicher Reizzustand am Ansatz der Achillessehne am hinteren Fersenbein oder in der Sehne selbst.
  • Trochanter-Schmerzsyndrom
    Eine schmerzhafte Sehnenansatzreizung, körpernah am seitlichen Oberschenkel.
  • Pseudarthrose
    Als "klassische" Anwendung mit sehr guten Erfolgsaussichten gilt auch der nicht heilende Knochenbruch.

Gute Behandlungsansätze mittels Stoßwellentherapie haben sich auch bei Erkrankungen ergeben, die auf lokale Durchblutungsstörungen im Knochen zurückzuführen sind. Erwähnenswert ist auch die Behandlung von "Myogelosen", d.h. von schmerzhaften Verhärtungen im Bereich der Muskulatur.



Die Durchführung der ESWT

Die Stoßwellenbehandlung erfolgt in der Regel patientengesteuert am Punkt des größten Schmerzes. Dabei wird der Schallkopf des Stoßwellengerätes exakt auf den betroffenen Bezirk eingestellt und das Gebiet mit ca. 1500 bis 2000 Stoßwellen "beschossen". Im Allgemeinen sind bis zu drei Behandlungen erforderlich.



Wie erfolgreich ist die ESWT?

Bei den Standardindikationen hat die ESWT ihre Wirksamkeit wissenschaftlich in zahlreichen Studien national und international nachgewiesen. Je nach Krankheitsbild und Studie konnten bis zu 80 % gute und sehr gute Erfolge erreicht werden. Die häufig gestellte Frage nach möglichen Nebenwirkungen kann getrost verneint werden. Blutgefäße, Nerven oder Sehnen werden dabei selbstverständlich nicht geschädigt. In seltenen Fällen sind lokale Blutergüsse oder eine kurzzeitige Verstärkung des Schmerzes beobachtet worden, andere Komplikationen wurden bisher nicht beschrieben.



Stoßwellentherapie und ihre Kosten

Die Abrechnung erfolgt entsprechend der Privatärztlichen Gebührenordnung GOÄ unter Berücksichtigung der Festlegungen und Empfehlungen der Bundesärztekammer und der DIGEST. Privatversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten. Beamtenkrankenkassen bzw. Beihilfestellen tragen in vielen Fällen die Kosten. Teilweise gelten unterschiedliche Regelungen in den verschiedenen Bundesländern. Wird die Durchführung der Behandlung von der Kostenerstattung durch den Versicherer abhängig gemacht, ist eine Rückfrage sinnvoll. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden die Kosten nicht übernommen.



ESWT-Spezialist

Herr Professor Dr. Rompe befasst sich seit 20 Jahren intensiv mit der ESWT und hat im Rahmen dessen auch das Zertifikat der DIGEST (Deutschsprachige Internationale Gesellschaft für Extrakorporelle Stoßwellentherapie), welches seine Qualifikation durch Schulung und Fortbildung nachweist, erworben. Gern erläutert er Ihnen die Technologie und ihre weitreichenden Möglichkeiten.

Akupunktur



Die Akupunktur ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt und Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Sie geht von Lebensenergien (Qi) des Körpers aus, die auf definierten Längsbahnen, den Meridianen, zirkulieren und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen haben.

Klinische Studien zeigen eine Wirksamkeit der Akupunktur bei, durch Kniegelenksarthrose bedingten Schmerzen, bei chronischen tiefen Rückenschmerzen und bei der Prophylaxe von Migräneattacken.

Für die Kniegelenksarthrose und chronische tiefe Rückenschmerzen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen 10 Behandlungen pro Jahr. Akupunktur wird zur Behandlung zahlreicher weiterer Beschwerden angeboten und zeigt auch hier sehr gute Wirksamkeit.

Traditionelle chinesische Medizin und Akupunktur sind bis heute in China, neben der wissenschaftlich betriebenen Medizin weit verbreitet und wurden inzwischen sogar ins universitäre Bildungssystem integriert.

Durchführung und Nachhaltigkeit

Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 35 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert. Typischerweise liegt er oder sitzt bequem.

Durch die Akupunktursitzungen wird in der Regel eine Schmerzreduktion und verbesserte Schmerzverarbeitung erzielt, die oft über einen Zeitraum von 6-12 Monaten Erleichterung bringt. Der Effekt tritt meist ab der Hälfte der Akupunktursitzungen ein und hat den besten Effekt oft 4 Wochen nach der letzten Akupunktur.



Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Im Allgemeinen treten bei sachgemäßer Handhabung der Akupunktur fast keine Nebenwirkungen auf. Die Liste von Kontraindikationen ist auf ein enges Feld begrenzt und erlaubt den breiten Einsatz der Akupunktur im klinischen Alltag.

Magnetfeldtherapie



Die pulsierende Magnetfeldtherapie ist zum Wirkungskreis der Komplementärmedizin zu zählen. Sie versteht sich als ergänzende Behandlungsmethode zu einer wissenschaftlich begründeten Therapie. Sie wird nicht anstelle einer „schulmedizinischen“ Maßnahme durchgeführt, sondern hat zum Ziel, den Behandlungserfolg einer klassischen Therapie zu unterstützen. Durch ihre Anwendung werden körpereigene Selbstheilungskräfte aktiviert und die körperliche Leistungsfähigkeit gesteigert.

Das Wirkungsprinzip der pulsierenden Magnetfeldtherapie beruht darauf, dass ein magnetisches Feld erzeugt wird, welches eine Wirkung auf die Zellen des Körpers ausübt. Die Wechselwirkung zwischen Magnetfeldern und biologischen Systemen und die daraus resultierenden funktionellen Veränderungen sind im Detail noch nicht bekannt. Allerdings deuten Studien darauf hin, dass die Grundlage der Wirkung überwiegend in der Beschleunigung des Blutflusses und einer Durchblutungssteigerung liegt. In der Folge kommt es zu einer Steigerung der Soffwechselaktivität und einer damit einhergehenden beschleunigten Regeneration von Körperzellen und damit des Gewebes.

Als Ergebnis resultiert ein positiver Einfluss auf entzündliche oder verschleißbedingte Gelenkerkrankungen. Insbesondere ist ein positiver Einfluss auf den Knochenstoffwechsel, sowie eine verbesserte Regeneration von Muskel- und Sehnenverletzungen, beschrieben.

Kinesiotaping



Vor mehr als 30 Jahren wurde ein hochelastisches, atmungsaktives und hautfreundliches Pflaster entwickelt. Es lässt sich wie eine zweite Haut dehnen und zieht sich wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Die Anlage des Pflasters wurde von Ärzten und Physiotherapeuten professionell zum elastischen Taping weiterentwickelt und lässt sich bei akuten Verletzungen im Sport, sowie bei alltäglichen Muskel- und Sehnenschmerzen, nicht mehr wegdenken.

Es wirkt schmerzlindernd und stoffwechselanregend. Dabei unterstützt es Gelenke und entlastet Muskeln.

Der Erfolg dieser Therapiemethode liegt neben der kompetenten Anamnese und sinnvollen Diagnostik, auch in der gezielten Funktionsuntersuchung und speziellen Erfahrung bei chronischen Beschwerden und akuten Verletzungen. Die richtige Indikation bestimmt Sinn und Notwendigkeit des Tapings.

Das Taping wird von den Gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt und ist eine IGeL (Individuelle Gesundheits-Leistung).


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